{"id":4311,"date":"2017-11-19T16:57:14","date_gmt":"2017-11-19T14:57:14","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.pestalozzi-gymnasium-heidenau.info\/?page_id=4311"},"modified":"2017-11-20T09:46:00","modified_gmt":"2017-11-20T07:46:00","slug":"absolventenbeitraege","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wp.pestalozzi-gymnasium-heidenau.info\/index.php\/absolventenbeitraege\/","title":{"rendered":"Absolventenbeitr\u00e4ge"},"content":{"rendered":"<p>Unsere Absolventinnen und Absolventen berichten hier in loser Folge von ihren Erfahrungen, die sie auf dem Weg nach der Schulzeit gesammelt haben.<\/p>\n<p>Bericht vom 18.Nov. 2017 von Sophie Hasert, Abschlussjahrgang 2017<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><em>Ich habe mich bereits im Januar der 12. Klasse daf\u00fcr entschieden, ein F\u00d6J zu machen (freiwilliges \u00f6kologisches Jahr), weil ich mal eine Pause vom st\u00e4ndigen Lernen und der Theorie brauchte. Da f\u00fcr mich nach dem 23. Mai mit der letzten Pr\u00fcfung die Schule praktisch beendet war, hab ich dannach bis zum Herbst eine ziemliche &#8222;Gammelphase&#8220; eingelegt, in der ich mich mal richtig erholt hab und endlich mal f\u00fcr alles Zeit hatte, was ich in der Schulzeit stressbedingt vernachl\u00e4ssigen musste. Nach diesen Monaten der Entspannung war ich mir sehr unsicher, ob ich mein F\u00d6J \u00fcberhaupt noch brauche, da ich meine Pause ja eigentlich jetzt schon hatte. Ich habe es trotzdem angetreten und arbeite jetzt seit dem 1.9. im Botanischen Garten der TU Dresden. Langsam hat es sich zwar etwas gelegt, aber vor allem in der ersten Zeit wollte ich mein F\u00d6J abbrechen, weil ich entt\u00e4uscht war. Ich wurde zu Beginn merklich sehr abgestellt und auch meine Familie ist der Meinung, dass ich ziemlich ausgenutzt werde. Gleich an meinem ersten Arbeitstag durfte ich 6h Unkraut j\u00e4hten und in den ersten Wochen verging kein Tag, an dem ich um diese Aufgabe nicht herum kam. Das wurde zeitweise sogar so schlimm, dass ich die 8h t\u00e4gliche Arbeitszeit an manchen Tagen komplett mit dem Unkraut besch\u00e4ftigt war, was mich k\u00f6rperlich belastete. Ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich einfach nur noch Lust hatte, etwas Neues zu lernen, weil mein Alltag doch ziemlich stupide und monoton wurde. Was ich auch als echt nachteilig empfinde, ist die Arbeitszeit, da ich volle 40h die Woche arbeiten gehe. So hab ich das Gef\u00fchl, dass ich zu gar nichts mehr komme, da ich auch noch ca. 0,75-1 h Arbeitsweg habe. Wie machen das nur die Vollzeit-Arbeitenden? Ist mir echt ein R\u00e4tsel&#8230; &nbsp;<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000080;\"><em>Der n\u00e4chste Nachteil ist das Gehalt. Ich bekomme nur 300\u20ac pro Monat, was sich f\u00fcr jemanden, der jahrelang nur von einem monatlichen Taschengeld von 30\u20ac &#8222;leben&#8220; konnte echt viel anh\u00f6rt, aber das ist es nicht. Vor allem wenn man sich seinen &#8222;Stundenlohn&#8220; vorstellt, der nur ca. 1,50\u20ac betragen d\u00fcrfte. Dass man davon auch noch seinen Arbeitsweg mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel finanzieren muss, halte ich f\u00fcr ziemlich unsinnig. &nbsp;&nbsp;<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000080;\"><em>Vor einem Monat habe ich eine \u00e4ltere Mitarbeiterin im Botanischen Garten kennengelernt, mit der ich mich sehr gut verstehe und die mich jetzt unter ihre Fittiche genommen hat, wobei ich um das Unkraut derzeit einen erw\u00fcnschten Bogen machen konnte. Nun bin ich fast die ganze Zeit mit dem Samenputzen besch\u00e4ftigt, wobei ich mir demn\u00e4chst noch die Zuschl\u00e4ge wegen der dabei auftretenden Staubbelastung holen will, da sie auch die anderen Mitarbeiter bekommen und ich nicht ganz einsehen will, wieso meine Lunge sich so von denen der anderen unterscheiden soll. &nbsp;<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000080;\"><em>Das Sch\u00f6nste am F\u00d6J sind dann doch die 5 Seminarwochen, bei denen man alle anderen F\u00d6Jler dieses Jahrgangs trifft, sich austauschen kann und tats\u00e4chlich etwas dazulernt &nbsp;<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000080;\"><em>Ich habe aber mit vielen Anderen gesprochen, die mit ihrem F\u00d6J ganz zufrieden sind. Da schein ich wohl die Ausnahme zu sein&#8230; (Ich habe mir zwischenzeitlich noch eine andere Einsatzstelle angeschaut, da ich wechseln wollte, jedoch stellte die sich als noch ausbeuterischer heraus: teilweise bis zu 10h Arbeitszeit t\u00e4glich (ich h\u00e4tte zus\u00e4tzlich auch noch mehr als 1h Fahrtweg gehabt), die einem noch nicht mal als \u00dcberstunden angerechnet werden, weil in den B\u00fcchern gepfuscht wird, einen Arbeitstage-Rhythmus von 12 Tage arbeiten &#8211; 2 Tage frei,&#8230; (wobei einem ja eigentlich 2 Tage Wochenende ersatzlos gestrichen werden und als ich fragte, wie das mit meinem w\u00f6chentlichen Hobby auss\u00e4he, weil ich da an einem Tag bereits etwas eher gehen m\u00fcsste, meinte man nur, vielleicht k\u00f6nnte man ja den Kompromiss finden, dass ich das nur noch aller 2 Wochen machen k\u00f6nnte. Urlaub im Sommer durfte man aus Auslastungsgr\u00fcnden sowieso nicht machen.) &nbsp;&nbsp;<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000080;\"><em>&nbsp; &nbsp;<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000080;\"><em>Naja, auf jeden Fall habe ich mich schon \u00f6fters dabei erwischt, wie ich mich zur\u00fcck in die Schule gew\u00fcnscht habe, so stressig sie auch war&#8230; \ud83d\ude42 &nbsp;<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000080;\"><em>&nbsp; &nbsp;<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000080;\"><em>&nbsp;&nbsp; <\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000080;\"><em>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen &nbsp;<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000080;\"><em>Sophie Hasert<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Absolventinnen und Absolventen berichten hier in loser Folge von ihren Erfahrungen, die sie auf dem Weg nach der Schulzeit gesammelt haben. 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